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Rambus sieht Umsätze um fast ein Drittel schrumpfen

04.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Aufgrund der schlechten Marktsituation für DRAM-Chips befürchtet der kalifornische Speicherhersteller Rambus im vierten Fiskalquartal (Ende:30. September) einen Umsatzrückgang von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Statt 26,9 Millionen rechnet der Chipdesigner nur noch mit zirka 18,6 Millionen Dollar Einnahmen. Im Vergleich zum dritten Geschäftsquartal (23,3 Millionen) entspricht dies einem Umsatzrückgang von zwanzig Prozent. Rambus erwirtschaftet einen Großteil seiner Umsätze durch Lizenzgebühren, die andere Halbleiterhersteller für die Nutzung der RDRAM-Technologie (Rambus Dynamic Random Access Memory) zahlen. Bis vor kurzem hatten die Kalifornier quasi eine Monopolstellung inne, da Intels neuer Pentium 4-Prozessor nur RDRAM unterstützte. Jetzt bringen Intel und andere Hersteller jedoch Pentium-4-Chipsets auf

den Markt, die auch mit SDRAMs und DDR-SDRAMs arbeiten - beide sind billiger als die Rambus-Module (Computerwoche online berichtete). Zusätzlich belasten teuere Patentrechtsstreitigkeiten mit verschiedenen Herstellern, etwa Infineon, Rambus Geldbörse (Computerwoche online berichtete). Die Prozesskosten sollen sich im vierten Quartal auf zirka sieben Millionen Dollar belaufen, im vorherigen Quartal waren es sogar 8,8 Millionen Dollar.