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Rätselraten um Orange-Chef Hans Snook

07.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Orange-Chef Hans Snook hat mit einigen Bemerkungen die Spekulationen um seine Zukunft bei dem britischen Mobilfunkkonzern angeheizt. Der 52-jährige Top-Manager erklärte, er wolle künftig mehr Zeit auf alternative Medizin verwenden. Er sei sich nicht sicher, ob er dieses Hobby ernsthaft mit seiner Rolle als Chief Executive Officer vereinen könne. Eigenen Angaben zufolge plant Snook jedoch keinen endgültigen Ausstieg aus dem Unternehmen, das sich derzeit im Übernahmeprozess durch die France Télécom befindet. Firmennahen Kreisen zufolge könnte er dem fusionierten Carrier, der künftig unter dem Namen "New Orange" firmiert, in einem anderen Bereich erhalten bleiben: Der britische TK-Konzern entwickelt derzeit mobile Geräte, mit denen der Gesundheitszustand überwacht werden kann.

Eine Orange-Sprecherin bezeichnete die Annahme, wonach Snook künftig eine niedrigere Position bei dem Mobilfunkunternehmen als bisher bekleiden könnte, als reine Spekulation. Einige Marktbeobachter befürchten jedoch, dass der Top-Manager durch kulturelle Differenzen zwischen dem britischen und dem französischen Carrier desillusioniert sein könnte. Ein Rücktritt von Snook vom Chefposten könnte Orange Analysten zufolge mehrere Millionen Euro an Marktwert kosten. Die Aktie der France Télécom fiel am gestrigen Montag um 1,8 Euro und notierte zum Börsenschluss bei 120 Euro.