"Mr. Top500"

R.I.P. Professor Hans Meuer

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Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die weltweite HPC-Gemeinde trauert um den deutschen Supercomputer-Experten Professor Hans-Werner Meuer.

Meuer erlag in der Nach zum Dienstag im Alter von 77 Jahren in seiner nordbadischen Heimat Daisbach nach kurzer Krankheit einem Krebsleiden. Er war Veranstalter der International Supercomputing Conference (ISC) und hatte 1993 gemeinsam mit Erich Strohmaier (Lawrence Berkeley National Lab) und Linpack-Erfinder Jack Dongarra (University of Tennessee, Oak Ridge National Lab) die Top500-Liste der weltweit stärksten Numbercruncher entwickelt, die seither halbjährlich aktualisiert wird.

So wird man Hans-Werner Meuer in Erinnerung behalten.
So wird man Hans-Werner Meuer in Erinnerung behalten.
Foto: Meuer

Hans-Werner Meuer hatte Mathematik, Physik und Politik in Marburg, Gießen und Wien studiert und promovierte 1972 an der RWTH Aachen in Mathematik. Nach elf Jahren am Forschungszentrum Jülich (1968 - 1973) wurde er 1974 Professor für Mathematik und Informatik an der Universität Mannheim. Mit Supercomputern und paralleler Programmierung beschäftigte sich Meuer seit mehr als 20 Jahren intensiv; für die ISC und ihre Vorgänger hatte er eigens die Firma Prometeus GmbH gegründet.