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PSI rutscht tief in die roten Zahlen

12.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Berliner PSI AG musste im Geschäftsjahr 2002 hohe Verluste hinnehmen: Wegen der Risikovorsorge, Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten im Gesamtumfang von 8,7 Millionen Euro kletterte das Minus vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr wie angekündigt von 2,2 Millionen auf 12,4 Millionen Euro. Der Umsatz ging gleichzeitig um 14,2 Millionen auf 150,7 Millionen Euro zurück, übertraf damit aber noch die Erwartungen des Softwareunternehmens.

Im Detail betrachtet legte lediglich die Sparte Netz-Management 2002 ein leichtes Wachstum der Einnahmen um 0,5 Prozent auf 78,2 Millionen Euro vor. Das Segment konnte außerdem seinen Betriebsgewinn um fast 75 Prozent auf 4,5 Millionen Euro steigern. Die defizitären Bereiche Produktions- und Informations-Management verbuchten dagegen einen Umsatzrückgang um 18,3 beziehungsweise 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz des schlechten Abschneidens gelang es dem Neuen-Markt-Unternehmen, die liquiden Mittel bis Jahresende um 8,6 Millionen auf 21,5 Millionen Euro zu erhöhen. Die Mitarbeiterzahl sank dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 111 auf 1294 Angestellte.

Aufgrund der im Schlussquartal 2002 eingeleiteten Restrukturierung und des bisherigen Geschäftsverlaufs in diesem Jahr gehen die Berliner davon aus, die für 2003 angekündigten Ziele zu erreichen. Mitte November hatte der Vorstand für das laufende Jahr bei stagnierenden Einnahmen einen Betriebsgewinn von zwei bis vier Millionen Euro und eine ausgeglichenes Nettoergebnis in Aussicht gestellt. (mb)