Telekom baut Mehrwertdienste-Angebot aus

Professionelle Webkonferenzen zum Flatrate-Tarif

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Egal, ob es die steigende Zahl an Home-Office-Arbeitern ist oder das sinkende Reisebudgets - Konferenzlösungen werden im Arbeitsleben immer häufiger nachgefragt. Die Telekom will an dieser Entwicklung partizipieren und hat jetzt entsprechende Konferenzpakete zum Flatrate-Tarif geschnürt.
Mit Flatrates verspricht die Telekom eine bessere Kostenkontrolle für virtuelle Meetings.
Mit Flatrates verspricht die Telekom eine bessere Kostenkontrolle für virtuelle Meetings.
Foto: Deutsche Telekom

Glaubt man einer PAC-Studie zum Thema "UCC-Strategien 2012" dann gehören Web- und Audiokonferenzen heute bereits in über der Hälfte aller Unternehmen zum Geschäftsalltag. Selbst Videokonferenzen werden demnach mittlerweile in mehr als 40 Prozent der Unternehmen genutzt. Auf der anderen Seite fürchten Unternehmen, dass mit der steigenden Zahl an Konferenzen in Büros, von zuhause oder auch von unterwegs die Kosten für die virtuellen Meetings explodieren könnten.

Der Bonner Carrier offeriert Webbasierte Mehrwertdienste zu unterschiedlichen Konditionen.
Der Bonner Carrier offeriert Webbasierte Mehrwertdienste zu unterschiedlichen Konditionen.
Foto: Deutsche Telekom

Einen Ausweg aus diesem Dilemma verspricht nun der Bereich Mehrwertlösungen der Deutschen Telekom. Er will nun Conferencing- und Collaboration-Lösungen zum monatlichen Festpreis vermarkten. So sind beispielsweise Telefonkonferenzen ab 59,95 Euro plus MwSt. im Monat buchbar. Internet-basierte Meetings sind ab 19,95 plus MwSt. erhältlich. Dabei sind die Angebote einzeln oder als Kombination buchbar. Des Weiteren staffelt die Telekom ihre Tarife bei der Nutzung der virtuellen Konferenzräume anhand der Teilnehmerzahlen. Dabei wird zwischen 5, 15 und 25 Nutzern unterschieden. Um trotz fester Flatrate flexibel zu sein, können ab 1,99 pro Web- und 2,99 Euro pro Telefonkonferenz weitere Teilnehmer eingeladen werden.

Angesichts der jüngsten Abhörskandale und der damit verbundenen Skepsis gegenüber US-amerikanischen Anbietern, setzt die Telekom auch bei ihren Mehrwertdiensten wieder auf das nationale Trumpfass: Alle Daten werden in Deutschland in eigenen Rechenzentren gehostet, so der Konzern. Ferner baue das Telekom-interne Privacy and Security Verfahren (PSA-Verfahren) auf den strengen Richtlinien des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes auf und sei speziell für die Gewährleistung von technischer Sicherheit und Datenschutz entwickelt worden. Zudem sei ein Zutritt zu den virtuellen Meetings nur möglich, wenn der Moderator diese eröffnet habe. Damit will der Konzern eine missbräuchliche Nutzung weitestgehend ausschließen.