Tipp für VMware Produkte

Probleme mit VMware Tools und IPv6 beheben

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Die Installation der VMware Tools unter Linux kann zu Problemen führen, wenn IPv6 auf dem Host-System aktiviert ist. Sollen die Tools genutzt werden, muss IPv6 deaktiviert werden.

Lösung: Die Installation der VMware Tools bricht bei virtualisierten Linux-Distributionen teilweise mit der Fehlermeldung

Unloading pcnet32 moduleunregister_netdevice: waiting for eth0 to become free

ab. Die Meldung wird so lange wiederholt, bis das Gast-System neu gebootet wird. Das Problem ist die eine aktivierte Unterstützung für IPv6 in der virtuellen Maschine.

Sollte das Protokoll aber nicht genutzt werden, spricht nichts gegen die Deaktivierung. In den meisten Linux-Distributionen sind dafür zwei Schritte notwendig. Falls vorhanden muss in etc/sysconfig/network die Zeile NETWORKING_IPV6=yes zu NETWORKING_IPV6=no geändert werden. Zudem muss die /etc/modules.conf um die Zeilen

alias ipv6 offalias net-pf-10 off

erweitert werden.

Ist in der VM ein Ubuntu installiert, geht der Weg ein wenig anders: Als Root oder Superuser muss man in /etc/modprobe/aliases die Zeile

alias net-pf-10 ipv6

in

alias net-pf-10 off

ändern. Nach einem Neustart ist die Änderung aktiv, die VMware Tools sollten sich problemlos installieren lassen.

Produkte: Der Tipp funktioniert mit den aktuellen VMware-Produkten. (mja)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation TecChannel.