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Private Kläger wollen keine außergerichtliche Einigung mit Microsoft

27.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anwälte wollen eine außergerichtliche Einigung im Streit privater Ankläger gegen Microsoft wegen Monopol-Missbrauchs verhindern. Die Kläger hatten gemeinsam eine Sammelklage gegen die Gates-Company angestrengt. Komme es nicht zur Aufnahme des Verfahrens, so werde Microsoft mit seinem wettbewerbsfeindlichem Verhalten weitermachen wie gewohnt, schrieb Ed Black, Präsident der in der "Computer and Communications Industry Association" vereinten Microsoft-Konkurrenten in einem Brief an den zuständigen amerikanischen Bezirksrichter Frederick Motz.

Microsoft hatte sich verpflichtet, in den nächsten fünf Jahren Computer und Software im Wert von einer Milliarde Dollar zu spenden, die in amerikanischen Schulen installiert werden sollen. Microsoft will damit rund 100 Klageverfahren vom Tisch bringen. Die Kritiker sehen darin allerdings keine Spende, sondern den Versuch, auch noch die technische Dominanz im Schulsektor ausbauen zu wollen.

Richter Motz will zunächst die verschiedenen Seiten anhören.