LG Friends

Preise für die G5-Module von LG veröffentlicht

24.03.2016
Der britische Elektronikhändler Clove hat Preise für das Zubehör des LG G5 veröffentlicht. Er hat offenbar offizielle Preisempfehlungen des Herstellers und nennt auch Verfügbarkeitsdaten der sogenannten LG-Friends. Bei Amazon sind ersten Module mit Preisen bereits gelistet.
Das LG G5 ist das erste modulare Smartphone von LG.
Das LG G5 ist das erste modulare Smartphone von LG.
Foto: LG

Bei den sogenannten LG-Friends handelt es sich um Zubehör für das Topmodell LG G5 des südkoreanischen Herstellers. Dazu zählen etwa DAC- und Kameramodul, die beide über den sogenannten Magic-Slot an das Smartphone angedockt werden können, aber auch externes Zubehör wie die 360-Grad-Kamera und die VR-Brille. Die Preise der Friends waren bislang unbekannt, lediglich das Kameramodul, das im Rahmen der noch bis zum 16. April möglichen Vorbestellung bei vielen Händlern kostenlos dazugegeben wird, war schon bekannt: Das Modul mit Zoom-Rad, manuellen Auslösern für Video und Foto sowie Zusatzakku kostet 99 Euro (UVP) bei Amazon. Jetzt sind auch zu den anderen Freunden die Preise bekannt.

Und die sind für ein bei Amazon bereits aufgeführtes, 700 Euro teures Smartphone gesalzen. Der Elektronikhändler Clove aus England kündigt den 32-Bit/384-kHz-DAC (Digital/Analog-Wandler) von Bang & Olufsen für 149 britische Pfund an - das sind umgerechnet rund 190 Euro. Damit sollen audiophile Nutzer ab dem 8. April in den Genuss besserer Musikqualität kommen. Noch teurer sind die LG 360 Cam und die LG 360 VR, also die 360-Grad-Kamera und die VR-Brille des südkoreanischen Herstellers. Die Kamera mit den zwei 13-Megapixel-Kameras ist bei Amazon zum Preis von 266,85 Euro gelistet. Die Virtual-Reality-Brille soll sich laut Clove ebenfalls in dem Preisbereich bewegen und umgerechnet etwa 250 Euro kosten. Gleiches gilt auch für die Virtual-Reality-Brille. Einen Liefertermin nennen weder Clove noch Amazon für beide Artikel.

LG-Friends: DAC- und Kamera-Modul, 360-Grad-Kamera und VR-Brille
LG-Friends: DAC- und Kamera-Modul, 360-Grad-Kamera und VR-Brille
Foto: LG Electronics

Die Besonderheit der LG-VR-Brille

Datenzugriff mobil - aber bitte geschützt - Foto: ArtFamily - shutterstock.com

Datenzugriff mobil - aber bitte geschützt

Anders als bei der Gear VR von Samsung wird bei LG nicht das Smartphone in die Brille geschoben, sondern die Brille per USB Typ C an das Smartphone angeschlossen. Zur Darstellung der Inhalte wird also nur die Rechenleistung und nicht das Display genutzt des Smartphones genutzt, was gleichzeitig als eine Art Fernbedienung fungiert. Dadurch ist die LG-Brille nicht nur leichter, sondern auch wesentlich kleiner. Außerdem beinhaltet sie statt einem großen zwei kleinere LC-Displays mit je 1,88 Zoll und 960 × 720 Pixeln. Der sichtbare Blickwinkel beträgt allerdings etwas magere 80 Grad.

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Bravinchi

Eigentlich hatte LG mit den Modulen die Idee. Das Killerfeature. Nun aber hat LG gleich ganze Arbeit geleistet und das Killerfeature selbst gekillt.
Wer kauft sich ein Handy für 700 € und gibt dann noch ein paar hundert Euro für Zusatzmodule aus? Wenn hier nicht überall die reine Profitgier regieren würde, sondern auch mal die Vernunft, wäre das der Kracher geworden, der den Handymarkt aufmischt. Stattdessen ist die Auswahl an Modulen aber klein und teuer. Auch Fragen, wie z.B. kann man ein Modul, das für ein G5 erworben wird zukünftig mit anderen Modellen betrieben werden (Abwärtskompatibilität) sind vollkommen offen bzw. werden noch nicht einmal gestellt. Im Extremfall heißt das: Kunden kaufen jetzt Handy und Module, geben dafür weit über 1.000 € aus, um dann 1 oder 2 Jahre festzustellen: außer Spesen nichts gewesen, die Kiste ist genauso alt und abgetakelt, wie wenn man hunderte von Euro weniger ausgegeben hätte.
Da hier scheinbar LG ein kostenpflichtiges Beta-Test-Programm für Kunden ausrollen mag, werde ich nicht daran teilnehmen wollen.
Schade LG! Das hätte was werden können. Aber wer was gewinnen will, der muß in aller Regel erst mal was investieren. Kunden aber zu Investoren ohne Gewinnbeteiligung zu machen - dieser Weg wird scheitern.

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