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Pornos bei Napster rufen LKA Bayern auf den Plan

10.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat eine Ermittlung gegen die Online-Tauschbörse Napster wegen des Verdachts auf Verbreitung von Kinderpornografie eingeleitet. Dies bestätigte ein Sprecher am gestrigen Dienstag in München. Demnach wird das Filesharing-Programm des US-Anbieters von seinen Mitgliedern offenbar nicht nur zum Austausch von Musik und Videos sondern auch für die Verteilung pornografischer Inhalte verwendet. Erst vor kurzem hatte der niedersächsische Verfassungsschutz Napster vorgeworfen, sich zur zentralen Plattform für den Ausstausch von rechtsextremer Musik entwickelt zu haben (Computerwoche online berichtete). Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann, der Ende des vergangenen Jahres bei eine Kontrollmehrheit der Tauschbörse erworben hatte, will gegen

den Missbrauch zur Verbreitung von Nazi-Inhalten vorgehen.