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Polizeirazzia bei schwedischem ISP

17.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Großen Beifall erhielt die schwedische Polizei von Vertretern der amerikanischen Filmindustrie für eine Razzia, die sie beim Internet-Service-Provider Bahnhof durchführte. Bahnhof ist nach eigenen Angaben Schwedens ältester und größter ISP.

Bei der Razzia untersuchte die Polizei vor allem vier Server, von denen einer in dem Ruf stand, Europas größter Server für den Tausch unerlaubter Kopien zu sein. Ingesamt fand die Polizei während der Durchsuchung 1.800 digitale Filme, 5.000 Softwareprogramme und 450.000 Audiodateien - was insgesamt einer Datenmenge von 23 Terabyte entspricht.

Glaubt man John Malcom, Antpiracy Operations Director bei der Motion Picture Association of America (MPAA), würde das gefundene Film- und Audio-Material für ein dreieinhalb Jahre langes ununterbrochenes Unterhaltungsprogramm ausreichen. Entsprechend überschwänglich begrüßte die MPAA die Polizeiaktion, zumal Schweden in dem Ruf stand, in den letzten Jahren nicht unbedingt mit der von der MPAA gewünschten Härte gegen Raubkopierer vorgegangen zu sein. (hi)