Gadget des Tages

Polaroid Z2300 - Rolle rückwärts für die Instant-Kamera

Tobias Wendehost
Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
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Mit Sofortbildern wurde Polaroid berühmt und erschuf einen eigenen Gattungsnamen. Die Z2300 soll diese Art der Fotografie nun mit den Vorteilen der Digitalkamera in Einklang bringen.

Bereits im Jahr 1933 erhielt der Physiker Edwin Herbert Land ein Patent für Polarisationsfilter, nach denen er später sein Unternehmen taufte. Mit seinen Kameras wurde Polaroid vor allem in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem Kultobjekt, bis sich im Zuge der sich schnell entwickelnden Digitalfotografie die Insolvenz 2008 nicht mehr abwenden ließ.

Auf der CES 2010 in Las Vegas präsentierte sich die Firma schließlich in neuer Aufmachung (Lady Gaga wurde zum Creative Director ernannt) und kündigte einen Drucker (GL10) und eine neue Kamera an, die auf einem eigens entwickelten Zink-Verfahren (PoGo - Print on the Go) basieren. Die Polaroid Z2300 ist nun das neuste Produkt - eine Instant Digitalkamera mit integriertem Drucker.

Das Gerät funktioniert grundsätzlich wie eine normale Digitalkamera und hat eine Auflösung von zehn Megapixeln. Auf der Rückseite befindet sich ein drei Zoll großer LCD. Die Bilder lassen sich auf einer SD-Karte speichern, die laut Hersteller eine maximale Größe von 32 Gigabyte haben darf. Für den nötigen Strom sorgt ein Lithium-Ionen-Akku. Ansonsten hat das Gadget einen Lautsprecher und ein Mikrofon für Videoaufnahmen integriert.

Der eingebaute "Drucker" erzeugt Bilder in einer Größe von zwei mal drei Zoll (rund 51 mal 76 Millimeter). Bei der Bilderstellung handelt es sich um das Zink-Verfahren bei dem keine Tinte benötigt wird und der Druck genau genommen kein Druck ist. Möglich macht das ein spezielles Papier, das aus einer Basisschicht, drei übereinanderliegenden Farbkristallreihen (Cyan, Magenta und Gelb) sowie einer Polymerschicht besteht. Die Farbpigmente werden durch unterschiedliche Temperaturen sichtbar gemacht. Im Inneren der Kamera befindet sich eine Kassette mit Platz für zehn Zink-Papiere.

Bevor man die Fotos ausdruckt, lassen sich diese zuschneiden und mit einem Rahmen, zum Beispiel im Polaroid-Look, gestalten. Zudem ist der Ausdruck in schwarz-weiß möglich. Laut Polaroid dauert der Druck eines Fotos weniger als eine Minute. Die Z2300 ist ab August vorerst nur in den USA erhältlich und kostet im Online-Handel 160 US-Dollar (rund 130 Euro). Das Papier kostet je nach Händler im 30er Paket zwischen 10 und 15 Euro plus Versandgebühr.

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