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Plaut: Restrukturierung zeigt erste Erfolge

07.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Beratungsgruppe Plaut AG konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erste Restrukturierungserfolge vorweisen. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erzielte das in Salzburg und München ansässige Unternehmen einen Gewinn von 3,4 Millionen Euro verglichen mit einem Plus von 1,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Vorsteuerverlust sank von 3,3 Millionen auf 800 000 Euro. Das Unternehmen führt die positive Entwicklung auf die erfolgreiche Umsetzung des im Oktober vergangenen Jahres eingeleiteten Restrukturierungsprogramms "Target Ten" zurück (Computerwoche online berichtete). Dieses habe zu einem erheblich geringeren Einsatz externer Berater und einer leichten Steigerung der eigenen Produktivität geführt. Außerdem hatte Plaut seine Mitarbeiterzahl auf 1557

gekürzt, unter den insgesamt 428 Angestellten, die das Unternehmen verließen, waren rund 250 Berater.

Negativer Effekt der Maßnahmen war allerdings einen Rückgang der Einnahmen von 75,1 Millionen auf 57,7 Millionen Euro. Dieser wurde primär durch die Schließung defizitärer Landesgesellschaften sowie der Aufgabe nichtprofitabler Geschäftsfelder hervorgerufen. Aufgrund der ersten Zwischenbilanz behält das Management unverändert die Mitte März gesetzten Prognosen für das Geschäftsjahr 2002 bei. Demnach sollen die Einnahmen zwischen 250 und 260 Millionen Euro betragen, den geplanten EBITDA-Gewinn beziffert Plaut mit 15 bis 15,6 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen 281,8 Millionen Euro Umsatz, aufgrund von Abschreibungen und hoher Restrukturierungskosten schrieb die Unternehmensberatung einen Nettoverlust von 25 Millionen Euro (Computerwoche online berichtete). Die 2002 anfallenden Restrukturierungskosten

bezifferte Plaut mit 3,4 Millionen Euro. (mb)