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Pixelpark sieht sich wieder auf Wachstumskurs

17.08.2004

Der Internet-Dienstleister Pixelpark AG sieht sich nach Jahren rückläufiger Geschäftsentwicklung und umfangreicher Sanierungsmaßnahmen wieder auf dem Wachstumskurs. Wie das Berliner Unternehmen bekannt gab, wurde der Nettoverlust im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem Vorjahrszeitraum von 4,4 Millionen auf 1,4 Millionen Euro reduziert. Gleichzeitig erzielten die Sparten einen Gewinn von 700.000 Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) – Kosten für Zentralfunktionen und Restrukturierung sind dabei allerdings ausgeklammert.

Außerdem gelang es Pixelpark, seine Einnahmen im Jahresvergleich um 14 Prozent von 6,5 Millionen auf 7,4 Millionen Euro zu steigern. Ohne die vor knapp einem Jahr übernommene Tochter Visioplant Consult GmbH, die im Berichtszeitraum rund eine Million Euro Umsatz erwirtschaftete, hätten die Berliner jedoch einen leichten Rückgang verbucht.

Aus Sicht des Unternehmens sind die Umsatzsteigerung und der deutliche Verlustrückgang gegenüber den letzten Jahren in erster Linie auf eine gesteigerte Auslastung der Kapazitäten und dem Rückzug aus unprofitablen Geschäftsgebieten zurückzuführen. Für das Gesamtjahr hat sich Unternehmenschef Michael Riese nun das Erreichen eines Betriebsgewinns auf Konzernebene zum Ziel gesetzt, 2005 soll ein Nettoprofit erzielt werden. Viel Zeit für den endgültigen Turnaround bleibt Pixelpark nicht. Ende Juni verfügte die Firma noch über liquide Mittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro – die Anfang August vorgenommene Kapitalerhöhung um 1,1 Millionen Euro durch die Ausgabe neuer Aktien kam demnach wie gerufen.

Der einstige Highflyer des Neuen Marktes war mit dem Platzen der Internet-Blase stark in Turbulenzen geraten. Als Reaktion auf eine drastisch gesunkene Nachfrage dampfte die Web-Agentur die Zahl der Belegschaft auf mittlerweile 125 Mitarbeiter (Stand: 31. Juni 2004) ein - im Frühjahr 2001 waren rund 1500 Angestellte für die Company tätig gewesen. Gleichzeitig weiteten die Berliner nun ihr Dienstleistungsportfolio vom herkömmlichen Agenturgeschäft auf Prozessberatung und Infrastruktur-Services aus. (mb)