Gadget des Tages

Pirate3D Buccaneer - 3D-Drucker für alle

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Fast eine Million US-Dollar sind bisher für das Kickstarter-Projekt Buccaneer zusammen gekommen. Der anvisierte Preis von unter 400 Euro könnte 3D-Drucker in Wohnzimmern etablieren.

Die Suche von 3D-Druckern bei Amazon führt unweigerlich zu dem Ergebnis, dass die angeboten Geräte mindestens 1400 Euro kosten. Noch teurer ist der Replicator 2 von Makerbot. Im Online-Shop des bekanntesten Herstellers, wird das Gerät für knapp 2200 US-Dollar (rund 1644 Euro) angeboten. Die Entwickler von Pirate3D wollen den Preis daher dramatisch nach unten korrigieren.

3D-Drucker für unter 400 Euro

Auf Kickstarter läuft bis 29. Juni die Finanzierungsphase für Buccaneer. Doch bereits vor einigen Wochen wurde die Schwelle von 100.000 US-Dollar überschritten - aktuell befinden sich 985.000 US-Dollar im Crowdfunding-Topf. Das Gadget kann bis Ende des Monats daher noch für 397 US-Dollar (rund 297 Euro) vorbestellt werden. Lediglich die Versandgebühr von 100 US-Dollar (rund 75 Euro) nach Deutschland ist kostspielig. Geht der 3D-Drucker in Produktion, peilen die Entwickler einen Preis von 500 US-Dollar (rund 374 Euro) an.

Dafür müssen Anwender aber kleinere Ausdrucke in Kauf nehmen. So druckt zum Beispiel der Replicator 2 Objekte von bis zu 28 mal 15 mal 15 Zentimeter. Beim Buccaneer sind es lediglich 15 mal 10 mal 12 Zentimeter. Trotz dieser Einschränkung sollen sich die Ausdrucke nicht von den Objekten anderer Drucker unterscheiden. Ein Grund ist das Druckmaterial: Das Gadget verwendet mit 17,5 Millimeter starkem PLA-Kunststoff das gleiche Filament wie der Replicator 2. Zudem werben die Macher mit einigen Features, die das Konkurrenzprodukt von Makerbot nicht bietet.

Verbindung zu Mobilgeräten

So ist die Übertragung der Daten laut Entwicklerteam nicht nur von Notebooks oder Desktop-PCs möglich, sondern auch von Mobilgeräten. Der Replicator 2 kann dagegen nicht mit Tablet-PCs oder Smartphones angesteuert werden. Zudem lässt sich das Gadget über WLAN mit dem Computer verbinden.

Der Kunststoff für den Druck wird in einer Kassette auf der Oberseite des Buccaneer verstaut. Damit lassen sich beliebige Modell anfertigen. Pirate3D bietet bereits fertig gestaltete 3D-Modelle an, die Anwender nachdrucken können. Wer sich mit einem CAD-Programm auskennt oder einen 3D-Scanner besitzt, kann auch individuelle Objekte anfertigen.

Letztlich versuchen die Entwickler nicht nur bei Preis und Bedienung zu punkten. Der Plexiglas-Kubus wirkt auf einem Schreibtisch wie ein Büro-Accessoire. Die Ähnlichkeit zum Power Mac G4 Cube von Apple- der finanziell floppte - ist wohl gewollt. Weitere Informationen zum Buccaneer gibt es bei Kickstarter oder auf der Website von Pirate3D.