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Pinguine werden Flugbegleiter

22.08.2007
Natürlich nicht die flugunfähigen antarktischen Seevögel – vielmehr hebt das Linux-Maskottchen Tux ab, mit Hilfe von Singapore Airlines.

Die Fluggesellschaft Singapore Airlines PCs wird in sämtliche Sitze ihrer Maschinen des Typs Airbus 380 und Boeing 787 Dreamliner installieren, sobald sie diese Flugzeuge in Dienst stellt. Linux-basierende Rechner, gebaut von Panasonic und in die Rücklehnen integriert, bilden die neue technische Grundlage von "Krisworld", dem In-Flight-Unterhaltungssystem von Singapore Airlines. In der Economy-Klasse verfügen sie über einen 10,6-Zoll LCD, in der Business- und der ersten Klasse messen die Bildschirme 15,4 beziehungsweise 23 Zoll. Die PCs arbeiten auf der Basis eines Prozessors von Via Technologies und verfügen über eine 40 GB große Festplatte. Als Betriebssystem nutzten sie eine Linux-Variante von Red Hat.

Die Rücklehnen-PCs arbeiten in einer Server-based-Computing-Architektur; sie werden von einem Server an Bord mit Content versorgt. Er stellt 100 Filme. 150 TV-Shows, 700 Musik-CDs, 22 Radioprogramme und 65 Spiele zur Verfügung. Das Angebot wechselt außerdem ständig. Gegenüber früheren Flugunterhaltungssystemen lassen sich die Systeme aber auch als normale PCs verwenden, sie bieten unter anderem die Open-Source-Bürosuite "StarOffice". Per USB-Schnittstelle lassen sich Speicher, Mouse oder Tastatur anschließen. Für die Eingabe wird sich auch ein zweiteiliges System (mit Tastatur auf einer Seite) nutzen lassen, das in den Armlehnen steckt. Singapore Airlines hat noch nicht entschieden, ob die Systeme auch gleich Internet-Zugang bieten sollen. (ls)