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PGP verstärkt Deutschland-Ambitionen durch Übernahme von Glück & Kanja

07.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das auf Verschlüsselungslösungen spezialisierte Unternehmen PGP Corp. erwirbt die Techniksparte des deutschen Sicherheitsspezialisten Glück & Kanja (G&K). Beide Firmen bündeln ihre Aktivitäten im deutschsprachigen Raum in der neu geschaffenen PGP Deutschland AG mit Sitz in Frankfurt. Sowohl PGP als auch die Glück & Kanja Technology AG sind vor allem spezialisiert auf Lösungen für die Verschlüsselung von E-Mails. Die Wahl sei unter anderem deswegen auf G&K gefallen, weil die Produkte von PGP und CryptoEx miteinander interoperabel sind, außerdem habe der deutsche Hersteller eine viel versprechende Kundenbasis. G&K versorgt unter anderem Konzerne wie Audi, Siemens und Airbus mit seinen "CryptoEX"-Sicherheitsprodukten.

Diese sollen nach Auskunft von Phil Dunkelberger, President und CEO von PGP, weiterhin angeboten und auch entwickelt werden, angekündigte Updates zudem wie geplant erscheinen. Erste Kunden habe man bereits über die Aqkuisition informiert, das Feedback sei "überwiegend positiv ausgefallen".

Auf lange Sicht plant PGP, das Beste der beiden Produkt-Suiten jedoch in einer gemeinsamen Lösung zusammenfließen zu lassen. Wann dies der Fall sein wird, ist momentan noch unklar. Wichtig sei dabei vor allem das Ziel, Verschlüsselung für den Anwender weiter zu vereinfachen und diese Form der Sicherheit zu einem festen Bestandteil der IT-Infrastruktur zu machen.

PGP hofft, durch den Kauf seine Position in Europa und besonders Deutschland verstärken zu können. Bereits jetzt kommen 40 Prozent des Umsatzes laut Dunkelberger aus der Alten Welt. Mit den etwa 20 Mitarbeitern von G&K wird PGP Deutschland etwa 30 bis 40 Mitarbeiter haben. Das soll jedoch nicht so bleiben: "Wir sind eindeutig auf Wachstum aus", so CEO Dunkelberger. (ave)