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Peoplesoft streicht nach Umsatzrückgang 200 Stellen

23.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem erwarteten Einbruch der Lizenzerlöse im ersten Geschäftsquartal will der US-amerikanische ERP-Anbieter Peoplesoft rund 200 Stellen streichen und seine Niederlassung in Santa Clara, Kalifornien, dicht machen. Da das Unternehmen erst ab dem Schlussquartal wieder eine leichte Erholung erwartet, sollen die Kosten weiter gesenkt werden.

Der Nettoprofit des SAP-Konkurrenten ging in den Monaten Januar, Februar und März verglichen zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent von 44,5 Millionen auf 38,5 Millionen oder zwölf (14) Cent je Aktie zurück. Parallel reduzierte sich der Umsatz um fünf Prozent von 60,6 Millionen auf 41,8 Millionen Dollar. Mit beiden Werten übertraf Peoplesoft leicht die im April gesenkten Prognosen (Computerwoche online berichtete), blieb jedoch hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Schmerzhaft war allerdings der drastische Rückgang der Lizenzerlöse um 39 Prozent von 133,3 Millionen auf 80,8 Millionen Dollar. Dieser wurde jedoch durch die gestiegenen Wartungs- und Serviceeinnahmen aufgefangen.

Für das laufende zweite Quartal rechnet CFO Kevin Parker mit einem leichten Anstieg des Lizenzgeschäfts auf 85 bis 95 Millionen Dollar. Bis Jahresende sollen die Softwareeinnahmen zwischen 385 Millionen und 400 Millionen Dollar betragen, den Gesamtumsatz schätzte der Finanzchef auf 1,9 Milliarden Dollar (2002: 1,95 Milliarden Dollar). Die Nachfrage sei nach wie vor vorhanden, erklärte Parker, werde jedoch von der schwachen Wirtschaft und der geopolitischen Unsicherheit belastet. (mb)