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PC-Spezialist zieht Jahresprognose zurück

26.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die PC-Spezialist Franchise AG hat nach einem Gewinnrückgang um knapp 15 Prozent im ersten Halbjahr ihre Prognosen für 2003 zurückgenommen. Angesichts der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheit und den negativen Auswirkungen einer veränderten Gesetzgebung im Bereich Körperschaftsteuer wagt es das Bielefelder Unternehmen nicht, eine neue Einschätzung zu treffen.

Der PC-Filialist hatte für 2003 einen Nettogewinn zwischen 1,07 und 1,14 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt. Der Umsatz sollte im Bereich von 15,7 Millionen und 16,8 Millionen Euro liegen. Nun warnte das Unternehmen jedoch, dass es den negativen Steuereffekt auf das Ergebnis in Höhe von sieben Cent je Aktie bis Jahresende nicht mehr aufholen könne. Faktisch werde der Gewinn sogar um insgesamt 14 Cent pro Aktie gedrückt, da der positive Steuereffekt aus 2002 in diesem Jahr wegfallen werde, teilte PC-Spezialist weiter mit.

Das Unternehmen hatte bereits Ende Mai auf die negativen Auswirkungen der Gesetzesänderung im ersten Quartal hingewiesen, seine Jahresprognose jedoch beibehalten (Computerwoche online berichtete). Nach eigenen Angaben gelang es aber nicht, den Rückgang bis zur Jahresmitte zu kompensieren: Als Resultat sank der Nettogewinn der Bielefelder in den ersten sechs Monaten 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,9 Prozent von 1,57 auf 1,33 Millionen Euro oder 35 (41) Cent pro Aktie. Der Konzernumsatz stieg dagegen um 28,7 Prozent von 5,6 Millionen auf 7,2 Millionen Euro, teilte PC-Spezialist mit. (mb)