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PC-Markt erholt sich schneller als erwartet

13.03.2002

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - In diesem Jahr sollen weltweit zirka 125,5 Millionen PCs verkauft werden, was einem Wachstum von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC hervor. Noch im vergangenen Dezember hatten die Auguren eine Steigerung von nur 1,8 Prozent prognostiziert. "Seit wir unsere letzten Erwartungen publizierten, hat sich die Lage verbessert", erklärte IDC-Analyst Roger Kay. Alle Regionen - außer der asiatisch-pazifischen - wiesen den Auguren zufolge im vierten Quartal 2001 ein größeres Wachstum auf als zuvor erwartet.

Mehrere Trends im vierten Quartal 2001 deuten laut IDC darauf hin, dass sich der PC-Markt in diesem Jahr erholen wird. So seien die Verkaufszahlen in Europa in den Bereichen Unternehmensrechner und Verbraucher-Notebooks angestiegen. Im laufenden Jahr soll das Wachstum in dieser Region weiter anhalten, wobei die Firmen weiterhin vorsichtig bei ihren Investitionen bleiben werden. Der chinesische PC-Markt, in dem 42 Prozent der im asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) ausgelieferten Computer verkauft wurden, legte im vierten Quartal 2001 um 7,8 Prozent zu.

IDC rechnet damit, dass der PC-Markt in den USA in diesem Jahr um 9,3 Prozent ansteigen wird. Während die Unternehmen nach wie vor vorsichtig bei ihren PC-Investitionen sein werden, rechnen die Auguren mit höheren Ausgaben der Verbraucher. Diese interessierten sich verstärkt für leistungsstarke Rechner mit Multi-Media-Funktionalitäten.

In Japan soll die Lage jedoch weiterhin schwierig bleiben. IDC zufolge werden die PC-Zahlen in der ersten Jahreshälfte im zweistelligen Prozentbereich zurückgehen. Insgesamt hänge das asiatisch-pazifische Wachstum in diesem Jahr von den Ausgaben der Behörden ab. Die Verbraucherinvestitionen sollen in der zweiten Jahreshälfte wieder zu einem gesunden Wachstum im zweistelligen Prozentbereich zurückkehren.

Im kommenden Jahr rechnet IDC mit einer weltweiten Steigerung der PC-Stückzahlen von 10,9 Prozent auf 139,2 Millionen. Im vergangenen Jahr waren lediglich 128,5 Millionen PCs verkauft worden, was einem Rückgang gegenüber 2000 um 5,2 Prozent entspricht. (ka)