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Paypal arbeitet profitabel

18.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die im Februar an die Börse gegangene Paypal Inc. meldet für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz von 48,8 Millionen Dollar. Im Vergleich zu den Einnahmen im Vergleichszeitraum des Vorjahres von 14 Millionen Dollar ist dies ein Anstieg um 248 Prozent. Außerdem erreichte der Anbieter des gleichnamigen E-Mail-Bezahlsystems die Gewinnzone. Nach einem Defizit von rund 29 Millionen Dollar im ersten Quartal 2001 wies die Company jetzt einen Profit von 1,3 Millionen Dollar aus. Die Ende 1998 gegründete Firma verzeichnet mittlerweile 15 Millionen registrierte Nutzer in 37 Ländern, darunter 2,2 Millionen Unternehmenskunden. Der Anteil der außerhalb der USA gemachten Umsätze kletterte von acht Prozent im ersten Quartal 2001 auf jetzt 20 Prozent. Insbesonders bei Teilnehmern von Online-Auktionen erfreut sich das Paypal-Verfahren großer Beliebtheit. Dabei können die

Nutzer über eine zentrale Website anderen Anwendern Geldbeträge zusenden. Um das Geld zu erhalten, müssen auch diese sich auf der Homepage registrieren lassen. Für das laufende zweite Quartal rechnen die Kalifornier mit einem Umsatzanstieg auf 52 bis 53 Millionen Dollar - für das gesamte Geschäftsjahr werden Einahmen zwischen 220 und 230 Millionen Dollar erwartet. Über eine zentrale Website können Nutzer anderen Anwendern des Verfahrens Geldbeträge zusenden. In der Nachricht ist ein Link auf die Paypal-Site eingebettet. Über die Homepage gelangt der Empfänger an den übermittelten Betrag, der auf sein Paypal-Konto überwiesen wird. Sollte der Empfänger der E-Mail noch kein Paypal-Kunde sein, muss er sich registrieren, um das Geld zu bekommen - dies dürfte einer der Gründe für die rasche Zunahme der Paypal-Nutzer sein. (rs)