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Papierdünnes Display zeigt Filme an

25.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der Entwicklung papierdünner Bildschirme haben Forscher bei Philips neue Fortschritte gemacht. Durch ein elektronische Befeuchtung genanntes Verfahren ist es den Wissenschaftlern gelungen, farbige Öltröpfchen pixelgenau auf einem Display zu verteilen. Dabei bewegen sich die Flüssigkeiten so schnell, dass sich auch hochauflösende Videos darstellen lassen, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Nature". Auch Kontrast- und Helligkeitseinstellungen sollen keine Probleme machen - das E-Papier strahle vier mal so hell wie herkömmliche Flüssigkristallbildschirme, sagen die Forscher.

Die neue Display-Technologie soll extrem wenig Energie verbrauchen und die Herstellung sehr leichter Bildschirme ermöglichen. So sollen sich die Folien etwa in Kleidung einnähen lassen und dort Terminplaner oder E-Mail-Software zur Verfügung stellen.

Im Mai haben Forscher der in Massachusetts ansässigen Firma E Ink ein kleines flexibles Display vorgestellt, das mit Hilfe elektronischer Tinte Schriften darstellen kann (Computerwoche online berichtete). (lex)