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PalmSource verbucht Nettoverlust

01.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Handheld-Betriebssystemanbieter PalmSource hat entsprechend seiner Prognosen (Computerwoche.de berichtete) für sein drittes Geschäftsquartal 2004/5 (Ende: 25. Februar) einen Verlust sowie sinkende Einnahmen gemeldet. Wie das im kalifornischen Sunnyvale ansässige Unternehmen mitteilte, drehte das Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum von plus 597.000 Dollar auf minus 721.000 Dollar oder fünf Cent pro Aktie. Sonderaufwendungen ausgeklammert, erzielte PalmSource dagegen einen Gewinn von vier Cent pro Aktie und traf damit die Schätzungen der von Reuters Estimates befragten Analysten. Der Umsatz schmolz im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 17,2 Millionen Dollar und lag damit um mehr als eine Million Dollar unter dem Konsens der Wallstreet-Beobachter.

Augenscheinlich bekam PalmSource zu spüren, dass sich Lizenznehmer Sony außerhalb Japan aus dem Handheld-Geschäft zurückgezogen hat. Unternehmensangaben zufolge schrumpfte die Zahl der mit PalmOS ausgelieferten Geräte im Vergleich zum Vorjahresquartal von zwei Millionen auf rund 1,4 Millionen Geräte. Gleichzeitig ging der Anteil von PDAs und andere Handheld-Devices zu Gunsten des Smartphone-Anteils von 88 auf 77 Prozent zurück.

Im laufenden Quartal rechnet PalmSource mit einem Nettoverlust von 13 bis 18 Cent je Anteil. Gleichzeitig sollen die Einnahmen stabil bleiben oder sogar auf bis zu 18 Millionen Dollar steigen. Die Company setzt dabei unter anderem auf den Ende 2004 übernommenen Entwickler von Handy-Software China MobileSoft Ltd (Computerwoche.de berichtete), dessen Erlöse seit Anfang Februar konsolidiert werden. (mb)