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Otto-Versand senkt Schwund mit RFID

13.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Versandhandelsunternehmen Otto nutzt laut Siemens dessen RFID-Lösung (Radio Frequency Identification) für sein Warenverteilzentrum Hamburg nach mehrmonatigem Test inzwischen produktiv. Die Funketiketten hätten "Schwund" hochwertiger Versandartikel (etwa Kameras, Handys und Schmuck) reduziert. Solche Ware erhält in der Otto-Zentrale RFID-Transponder und wird auf dem Weg zum Kunden bei der zentralen Verladehalle in Hamburg und den Hermes-Versanddepots exakt identifiziert. Otto könne so den Transportweg der Ware lückenlos verfolgen und den Verlust von Versandartikeln genau orten.

"Wir können mit RFID deutliche Einsparungen erzielen, müssen den Einsatz aber wegen hoher laufender Kosten strategisch gut planen," erläutert Ottos Bereichsleiter Logistikplanung Roland Nickerl. "Bei einem Transponderpreis von unter drei Cent würde es sich lohnen, rund die Hälfte unserer Artikel mit einem Funketikett auszustatten." Aktuell seien erst rund 80.000 Artikel des über 200 Millionen umfassenden Otto-Sortiments mit RFID-Transpondern versehen.

Siemens Business Services (SBS) hat die RFID-Lösung entworfen und leitet das Projekt, die nötigen Lesegeräte und Transponder liefert Siemens Automation and Drives. (tc)