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Oracles Gewinn enttäuscht die Aktionäre

15.09.1999
Verkehrte Welt

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl Oracle im ersten Quartal 1999 mit einem Gewinn von 237 Millionen Dollar oder 16 Cent pro Anteilschein um 21 Prozent zulegte und damit die Prognosen der Analysten bestätigte, sackte der Aktienkurs um bis zu 15 Prozent ab. Im Vergleichsquartal 1998 hatte der Datenbankhersteller einen Profit von 195 Millionen Dollar oder 13 Cent je Aktie ausgewiesen. Oracle verzeichnete einen Umsatz von zwei Milliarden Dollar, was einem Anstieg um 13 Prozent entspricht. Trotz allem sank der Aktienkurs nachbörslich von knapp 46 auf 39 Dollar. Verantwortlich für die negative Reaktion an der Börse sind angeblich die "geflüsterten" Gewinnschätzungen, die von 19 Cent Plus pro Anteilschein ausgegangen waren. Die Aktionäre hatten sich von den immensen Kosteneinsparungen des Konzerns einen deutlich höheren Profit erhofft.