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Oracle zahlt acht Millionen Dollar an die US-Regierung

17.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Softwarekonzern Oracle kauft sich mit der Zahlung von acht Millionen Dollar von Anschuldigungen frei, er habe der US-Regierung zwischen 1997 bis 2003 absichtlich zu hohe Preise für Computertraining in Rechnung gestellt. Die Behörden wurden von dem ehemaligen Vice President der Geschäftseinheit Oracle University für Nordamerika, Robert Makheja, auf die Spur gebracht. Ihm winken nun 1,58 Millionen Dollar Belohnung.

Makheja hatte behauptet, ihm sei wegen seiner Kritik an der Abrechnung von Behördenaufträgen die Kündigung ausgesprochen worden. Laut Klageschrift hatte Oracle für nicht erbrachte Leistungen Vorauszahlungen in Millionenhöhe kassiert. Außerdem soll der Datenbankriese gegen die staatlichen Vorschriften in punkto Reise- und Unkostenabrechnung verstoßen haben. Nach Darstellung der Behörden hat Oracle jedoch diese Praktiken nach Aufnahme der Untersuchungen gestoppt und seinen Vertrag mit der US-Regierungsbehörde General Services Administration (GSA) entsprechend berichtigt. (mb)