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Oracle übernimmt MySQL-Partner Innobase

10.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach den jüngsten Übernahmen im Bereich Business-Applikationen verstärkt Oracle nun erstmals wieder sein Kerngeschäft Datenbanken. Das Unternehmen aus Redwood Shores, Kalifornien, gab am Freitag die Akquisition des finnischen Open-Source-Entwicklers Innobase OY bekannt. Das Unternehmen aus Helsinki ist der Entwickler von "InnoDB", einer transaktionsorientierten Storage Engine für MySQL. Aufgabe des ebenfalls unter der General Public License (GNU) veröffentlichten Add-ons ist es, hohe Leistung und Skalierbarkeit bei der Verarbeitung großer Datenvolumen bei vielen gleichzeitigen Zugriffen sicherzustellen. InnoDB wird nicht als Standalone-Produkt ausgeliefert, sondern nur zusammen mit MySQL. Ein entsprechender Vertrag läuft im kommenden Jahr aus. Obwohl es sich bei MySQL um ein Konkurrenzprodukt zu Oracles eigenen Datenbanksystemen handelt, kündigten die Kalifornier an, sie würden sich für eine Verlängerung der Vereinbarung einsetzen.

"Oracle unterstützt seit langem Open-Source-Software wie Linux und Apache", erklärte Charles Rozwat, Verantwortlicher für die Bereiche Datenbanken und Middleware im Konzern. Das Unternehmen wolle InnoDB weiterentwickeln und sein Engagement im Open-Source-Bereich ausdehnen. Oracle habe bereits ein quelloffenes Cluster-Dateisystem für Linux geschaffen und plane für die Zukunft weitere Beiträge, so Rozwat. Finanzielle Details der Übernahme wurden nicht bekannt gegeben. (mb)