Neue Version vorgestellt

Oracle überarbeitet Exadata-Datenbank

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Oracle hat eine neue Version der Exadata-Datenbank-Appliance vorgestellt. Sie soll deutlich schneller arbeiten, als ihr Vorgängermodell.
Oracles "Exadata Database Machine X-4" ist für den Einsatz im OLTP, Cloud Computing und Data Warehousing vorgesehen.
Oracles "Exadata Database Machine X-4" ist für den Einsatz im OLTP, Cloud Computing und Data Warehousing vorgesehen.
Foto: Oracle

Die "Oracle Exadata Database Machine X-4" ist die mittlerweile fünfte Ausführung der Datenbank-Appliance. Die Maschine kam erstmals 2008 auf den Markt, seitdem wurden Herstellerangaben zufolge bereits einige tausend Einheiten verkauft. In der jüngsten Rundumerneuerung hat sich Oracle auf Leistungsverbesserungen, höhere Kapazität und einfachere Inbetriebnahme konzentriert. Die derart überarbeitete Appliance ist für den Einsatz im Online Transaction Processing (OLTP), als Basis für Database as a Service (DBaaS) sowie im Data Warehousing vorgesehen.

Laut Hersteller wurden folgende Verbesserungen implementiert. Die Leistungsvergleiche beziehen sich dabei immer auf die Vorgängerversion und deren unterschiedlich ausgestatteten Ausführungen:

  • Die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten haben sich um 77 bis 100 Prozent verbessert, sie erreichen nun bis zu 2.66 Millionen Lese-IOPs (Input/Output operations Per Second) pro Rack und maximal 1.96 Millionen Schreib-IOPs auf Flash-Speicher.

  • Die Computing-Leistung der Datenbank wurde um 50 Prozent nach oben geschraubt. Grundlage dafür sind zwei zwölf-Kern-Xeon-Chips von Intel, und zwar die Prozessoren "E5-2697 v2".

  • Das Infiniband-Netz schleust die doppelte Datenmenge durch. Das "Network Resource Management" soll sehr niedrige Antwortzeiten für Latenzzeit-kritische Datenbank-Operationen gewährleisten. Das soll auch dann der Fall sein, wenn das Netz durch Reporting-Aufgaben, Batch-Verarbeitung und Backups belastet wird.

  • Hardwareseitig integriert die Maschine nun 44 Terabyte PCI-Flash-Speicher. Das ist doppelt soviel wie zuvor.

  • Auch der logische Cache-Speicher wurde kräftig aufgerüstet. Er kann nun auf maximal 88 Terabyte zugreifen. Oracle stellt zudem Komprimierungs- und Beschleunigungsverfahren zur Verfügung. Sie sollen sich insbesondere für OLTP- und Warehousing-Einsätze eignen.

  • Die Festplatten-Kapazität beläuft sich nun auf bis zu 672 Terabyte pro Rack. Werden Kompressionsverfahren verwenden, lassen sich Datenmengen im Petabyte-Bereich speichern, verspricht Oracle.

Das vollausgestattete Rack hat einen Listenpreis von 1,1 Millionen Dollar. Die Halb- und Viertel-Racks kosten 625.000 beziehungsweise 330.000 Dollar. Für die Achtel-Rack-Lösung fallen 220.000 Dollar an. Softwarelizenzen sind in den Preisen nicht enthalten. Sie können die Kosten noch ordentlich nach oben schrauben. (jha)