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Oracle: reich – reicher – Ellison

18.09.2007
Oracle-Gründer Lawrence Ellison strich im abgelaufenen Geschäftsjahr über 60 Millionen Dollar ein. Dem Multi-Milliardär gehört fast ein Viertel des Softwareriesen.

Oracle entlohnte seinen Gründer, CEO und Chairman Lawrence Ellison im Geschäftsjahr 2006/07, das Ende Mai abgeschlossen worden war, mit der stolzen Summe von 61,2 Millionen Dollar. Das geht aus einer Pflichtmitteilung des Softwarekonzerns an die US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hervor. Den Löwenanteil von Ellisons Salär machten sieben Millionen Aktienoptionen im Wert von knapp 50,1 Millionen Dollar aus. Dazu kam ein Gehalt in Höhe von einer Million Dollar, Boni von 8,4 Millionen Dollar sowie weitere Vergünstigungen wie beispielsweise Sicherheitsleistungen für Ellisons Domizile in Silicon Valley, San Francisco und Malibu im Wert von 1,7 Millionen Dollar. Darüber hinaus löste der Oracle-Gründer 13,5 Millionen Aktienoptionen ein, die er in den zurückliegenden Jahren erhalten hatte, was ihm weitere 182 Millionen Dollar einbrachte.

Die zweite Riege im Oracle-Management muss sich mit deutlich geringeren Bezügen bescheiden. Safra Catz, President und Chief Financial Officer (CFO) sowie Oracle-President Charles Phillips kommen auf ein Grundsalär von etwa 5,7 Millionen Dollar, das sich aus einem Gehalt von 800.000 Dollar und Boni von knapp 4,9 Millionen Dollar zusammensetzt. Catz erhielt zudem vier Millionen Aktienoptionen im Wert von 18,5 Millionen Dollar, Phillips durfte sich über drei Millionen Optionen (13,9 Millionen Dollar) freuen.

Damit sind die Grundgehälter von Oracles Top-Managern im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Allerdings erhöhten sich die Boni um fast ein Drittel. Ellison erhält seit 2004 wieder ein reguläres Gehalt. Zwischen den Jahren 1999 und 2003 hatte sich der Manager mit Aktienoptionen begnügt und auf Gehalt wie Boni verzichtet.

Oracle hatte das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 18 Milliarden Dollar abgeschlossen (siehe auch: Oracles Rechnung geht auf). Das entsprach einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Der Gewinn verbesserte sich um 26 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Das starke Wachstum, das unter anderem auch der aggressiven Übernahmestrategie seit Ende 2004 geschuldet ist, ließ den Aktienkurs im Geschäftsjahr 2006/07 um 36 Prozent in die Höhe schnellen. Für die Aktionäre bedeutete dies rund 27 Milliarden Dollar mehr in ihren Depots.

Am meisten dürfte sich Firmenboss Ellison darüber gefreut haben. Der Gründer hält 24,6 Prozent der Oracle-Anteile im Wert von über 25 Milliarden Dollar. Derzeit rangiert der 63-Jährige in der aktuellen Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auf Platz elf.