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Oracle gewinnt im Patentstreit gegen Mangosoft

17.03.2006
Gericht weist Forderung nach mehr als 500 Millionen Dollar Schadensersatz und einem sofortigen Verkaufsstopp zurück.

Gegenstand der bereits im Jahr 2002 eingereichten Klage waren die Cluster-Eigenschaften in Oracles Datenbanksoftware "9i" und "10g". Nach Ansicht von Mangosoft Inc., ein in Nashua, New Hampshire, ansässiger Anbieter von Filesharing-Software, verletzt Oracle damit die von ihm patentierte "Pooled-Caching"-Technik zum verteilten Speichern von Daten.

Wie Oracle bekannt gab, wurde das Verfahren nun jedoch eingestellt. Als Grund habe US-Bezirksrichter Steven McAuliffe angeführt, dass Oracle ein anderes als das von Mangosoft geschützte Verfahren nutze. Um ihre Forderung von mehr als 500 Millionen Dollar Schadensersatz gegen Oracle durchzusetzen, hatte die kleine Softwarefirma mit 40 Mitarbeitern nicht nur eine halbe Milliarde Dollar Entschädigung, sondern darüber hinaus einen sofortigen Verkaufsstopp per einstweiliger Verfügung verlangt. In den USA ist es mittlerweile sehr umstritten, ob Patentinhaber das Recht haben sollen, die Geschäfte von Unternehmen von einem Tag auf den anderen stillzulegen, weil Patente verletzt wurden (siehe auch: "Der Fall Ebay heizt die Patentdisskussion an")

Nach der Bekanntgabe des Urteils brach der Kurs der Mangosoft-Aktie um mehr als 70 Prozent auf 1,76 Dollar ein. (mb)