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Oracle erwägt Support für Konkurrenz-Datenbanken

20.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Integration der zahlreichen, mit Firmenübernahmen erworbenen Produkte wie Peoplesofts ERP-Lösung oder Siebels CRM-Applikationen wird Oracle noch einige Zeit beschäftigen. Ein Aspekt dabei ist, was man hinsichtlich der verschiedenen Datenbanken unternehmen will, die von den Anwendern der akquirierten Programme eingesetzt werden. Oracles Co-President Charles Phillips erklärte nun auf der Open-World-Konferenz des Herstellers in San Francisco, dass sich die mit dem Entwurf von Integrationsstrategien beauftragte "Project-Fusion"-Gruppe mit dem Thema beschäftigen werde. Eine Entscheidung darüber, ob Oracle auch Systemumgebungen mit anderen als der hauseigenen Datenbank unterstützen wird, soll in den kommenden sechs bis neun Monaten fallen. Anwender, die zum Beispiel Peoplesoft-Applikationen in Verbindung mit IBMs DB2 einsetzen, hoffen hier auf ein ähnliches Vorgehen, wie es Oracle im Middleware-Segment angekündigt hat: Dort will der Hersteller neben dem eigenen Applikations-Server künftig auch Websphere als Ablaufumgebung für seine Project-Fusion-Produkte einbeziehen. Marktbeobachter äußern sich jedoch skeptisch, ob eine vergleichbare Entscheidung für Datenbanken zu erwarten ist. Diese zählten nach wie vor zum Kerngeschäft Oracles, weshalb er sich eine Unterstützung von Konkurrenz-Datenbanken nicht vorstellen kann, so die anonyme Reaktion eines Wall-Street-Analysten. (ue)