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Opsware schmälert Quartalsverlust

23.11.2005
Der US-amerikanische Softwareanbieter profitiert von neuen Kunden.

Opsware gelang es im Ende Oktober abgelaufenen dritten Fiskalquartal 2005/06, seine Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 50 Prozent auf 15,3 Millionen Dollar zu steigern.

Die kalifornische Spezialist für die Automatisierung von Rechenzentren profitierte dabei von insgesamt 56 neuen Lizenzverträgen, davon vier mit einem Volumen von mehr als einer Million Dollar. Auf der Ergebnisseite konnte Opsware seinen Nettoverlust im Jahresvergleich von 6,3 auf 2,8 Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie reduzieren. Sondereffekte ausgeklammert, verbuchte das von Netscape-Mitgründer Marc Andreessen aus der Taufe gehobene Unternehmen ein (Pro-forma-)Defizit von 1,9 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Anteil und entsprach damit der Durchschnittsprognose der Wallstreet.

"Wir haben nach einem guten ersten und zweiten Quartal ein sogar noch besseres drittes Quartal absolviert", erklärte Opsware-CEO Ben Horowitz in einer Stellungnahme. Dabei sei es dem Unternehmen gelungen, das nicht über den Geschäftspartner EDS erzielte Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent anzuheben, was ein deutliches Anzeichen für eine anziehende Nachfrage nach Opsware-Lösungen sei.

Der texanische IT-Serviceriese EDS hatte 2002 das defizitäre Web-Hosting-Geschäft von Loudcloud/Opsware für 63,5 Millionen Dollar übernommen. In diesem Zusammenhang vereinbarte EDS mit Opsware, dessen Automatisierungssoftware in seinen Rechenzentren auf über 50.000 Servern einzusetzen. Zunächst auf drei Jahre befristet, wurde der hochkarätige Deal im vergangenen Jahr bis 2008 verlängert. (mb)