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"Ragnarök"

Opera-Beta mit neuem HTML5-Parser

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Opera hat die Version 11.60 Beta seines Desktop-Browsers veröffentlicht.
Doppelte Regenbögen. Mit CSS. Doch, ja.
Doppelte Regenbögen. Mit CSS. Doch, ja.

Zentrale Neuerung ist "Ragnarök", Operas Implementierung des neuen HTML5-Parsing-Algorithmus. HTML5 legt fest, wie Browser mit fehlerhaftem Code umgehen sollten - und das lässt nach Angaben von Opera darauf hoffen, dass Browser Code-Fehler bald gleich behandeln.

"Vorher mussten Browser raten, und sie haben alle unterschiedlich geraten", erklärt Burce Lawson, der für Opera als Web Evangelist unterwegs ist. "Das führte zu vielen Site-Inkompatibilitäten und bedeutete für Entwickler mehr Arbeit. Dank Unified Error Parsing muss ich nun weniger mit Developern arbeiten und kann meiner wahren Passion mehr Zeit widmen: Doppelte Regenbögen in CSS erzeugen."

Ach ja, dieser Entwickler-Humor. Opera 11.60 Beta jedenfalls beherrscht nun CSS Radial Gradients, mit denen Frontend-Designer hypnotische Ellipsen oder eben doppelte Regenbögen gestalten können. Weitere Neuerungen sind Unterstützung für ECMAScript 5.1 (aktuellste Ausprägung von JavaScript) sowie für HTML5 Microdata (Grundlage für Markup-Muster, mit denen Suchmaschinen ihre Ergebnisse verbessern).

Interessierte können die neue Opera-Beta von http://opera.com/browser/beta herunterladen. Obacht: Ein vorhandenes Stable Release wird bei der Installation überschrieben.