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Open Source Best Practice Award 2004 verliehen

06.10.2004
Als erfolgreichste Open-Source- Anwender wurden auf dem SOSS die Stadt Mülheim an der Ruhr und die Schering AG als Sieger gekürt.

Auf dem diesjährigen Strategischen Open Source Symposium (SOSS) in Stuttgart wurde erstmals der Open Source Best Practice Award für bemerkenswerte Open-Source-Anwendungen verliehen. Insgesamt 47 Firmen beteiligten sich an dem für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgeschriebenen Wettbewerb in den Kategorien "Freie Wirtschaft" und "Öffentlicher Bereich". Ausgerichtet wurde der Wettbewerb vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und der Firma Lightwerk in Kooperation mit dem Linux-Verband Live.

Wie die Veranstalter bekannt gaben, belegte der Pharmakonzern Schering AG mit dem von der Tembit Software GmbH auf Basis von quelloffener Software entwickelte System "GENOMatch" den ersten Platz im privatwirtschaftlichen Bereich. Als ausschlaggebend für den Spitzenplatz wurde dabei die Entscheidung gewertet, Open-Source in einem höchst sicherheitskritischen Bereich einzusetzen, nämlich für die Logistik und Verwaltung von Genproben innerhalb der Genforschung.

Im öffentlichen Bereich gewann die Stadt Mühlheim an der Ruhr den ersten Preis für eine Helpdesk-Lösung, die mit dem Open Ticket Request System (OTRS) erstellt wurde. Die Jury, renommierte Experten aus Forschung und Praxis, hob hervor, dass durch den Open-Source-Charakter von OTRS notwendige Anpassungen und Erweiterungen an der Software einfach vorgenommen werden konnten, von denen ein Großteil über die OTRS GmbH wieder in die Open-Source-Community zurückfloss.

Weitere Gewinner im Bereich Privatwirtschaft waren die Raiffeisen Zentral Bank Austria & Raiffeisen Informatik ("Serviceorientiertes Framework für Java-basierte Portal- und Web-Anwendungen auf Basis von Cocoon"), die Norddeutsche Affinerie AG ("Migration der Datei- und Verzeichnisdienste auf Linux, Samba und OpenLDAP"), sowie die Mohn Media - Mohndruck GmbH ("zentral regulierte Maschinenfernwartung auf Open-Source-Basis").

Im öffentlichen Bereich wurden außerdem die World Health Organisation (WHO) ("Distributed Digital Library - Weltweit schnell zugängliche, kostengünstige und benutzerfreundliche HIV/AIDS Toolkits für die WHO"), die Oberfinanzdirektion Hannover ("kostengünstige Bildschirmarbeitsplätze für Sehbehinderte und Blinde auf Linux-Basis") sowie die IHK für München und Oberbayern gemeinsam mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München ("Internet Map-Server") prämiert. (mb)