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Open-Source-Award geht an Data-Mining-Spezialisten

24.01.2008
Die OSBF fördert Business-Software aus dem Open-Source-Umfeld.

Die Open Source Business Foundation e.V., ein europäisches Netzwerk der Open-Source-Branche mit Zentrale in Nürnberg, hat den diesjährigen "Open Source Business Award" verliehen. Die Preisträger wurden gestern anlässlich der Konferenz "Open Source Meets Business" bekannt gegeben. Mit Preisgeldern von insgesamt 75.000 Euro ist der Award der höchstdotierte Businessplan-Wettbewerb in Europa. Die 17-köpfige Jury fällte ihre Entscheidung einstimmig und würdigte alle Preisträger als herausragende, zukunftsweisende Beispiele für die europäische Open-Source-Branche. Der erste Platz mit einem Preisgeld von 50.000 Euro ging an Rapid-I, ein Dortmunder Spezialist für quelloffenes Data Mining. Den zweiten, mit 15.000 Euro dotierten Platz nimmt Open Bravo S.L. ein, Anbieter eines Open-Source-ERP-Systems aus dem spanischen Pamplona. Der dritte Platz mit 10.000 Euro ging an die brox IT-Solutions GmbH aus Hannover, die sich auf Datenoptimierung und das personalisierte Auffinden von Informationen spezialisiert hat. Einen Sonderpreis in Gestalt eines 4-Prozessor-Rechners erhielt die Freiburger coresystems GmbH. Premiumsponsor des Open Source Business Awards war in diesem Jahr die MAX21 AG aus Darmstadt, eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf die Umsetzung der Geschäftsmodelle junger Open-Source-Unternehmen spezialisiert hat. Zu den weiteren Sponsoren des Awards zählen Intel Capital, S-Refit sowie TVM.

Walter Erl, Vorstand der MAX21 AG, erläutert den Grund für die finanzielle Unterstützung: "Wir möchten damit dem innovativsten Unternehmen aus dem Open Source-Umfeld den Marktzugang erleichtern. Natürlich beraten wir auch den Gewinner bei der Umsetzung seines Businessplans." Auch Dr. Roland Fleck, berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, würdigt die Initiative der OSBF: "Die Open Source Business Foundation ermutigt mit diesem Wettbewerb junge Unternehmen, neue Geschäftsmodelle zu verwirklichen. Das ist eine Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland, am wachsenden Open-Source-Markt zu partizipieren", so Dr. Roland Fleck. (ue)