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Online-Werbefirmen und US-Regierung erzielen erste Einigung

28.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Clinton-Regierung und die in der Network Advertising Initiative (NAI) organisierten Online-Werbefirmen, darunter Doubleclick, haben in Bezug auf den Schutz von Kundendaten eine erste Einigung erzielt. Die Unternehmen erklärten sich bereit, sich künftig an die von der US-Handelskommission FTC (Federal Trade Commission) erstellten Privacy-Richtlinien zu halten und den Verbrauchern die Wahl (Opt-in) zu geben, ob und zu welchem Zweck ihre Daten gesammelt werden dürfen. Die Anwender sollen zudem Zugang zu den über sie gesammelten Informationen erhalten. Ferner wollen die Werbefirmen empfindliche Daten wie die medizinische Geschichte, sexuelle Orientierung und Sozialversicherungsnummern der Verbraucher nicht für ihr Marketing verwenden. Die Online-Companies werden außerdem E-Commerce-Seiten, die ihre Dienste in Anspruch nehmen, vertraglich an die Einhaltung der Privacy-Richtlinien binden. Die Unternehmen erklärten sich bereit, ihre neuen Bestimmungen in legal bindenden Dokumenten festzulegen. Mit dieser Selbstregulierung wollen die Online-Werbefirmen einer staatlichen Kontrolle vorbeugen.