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Ohrfeige für Microsoft: UPC wählt Liberate

11.09.2000
Philips geht auf Nummer sicher

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der europäische Kabelanbieter United Pan-Europe Communications (UPC) wird für seinen interaktiven TV-Service in Wien Software von Liberate Technologies einsetzen und erteilt damit seinem Minderheitseigner Microsoft eine Abfuhr. Ursprünglich sollte die Gates-Company das Betriebssystem für die UPC-Settop-Boxen liefern, konnte die Software jedoch nicht wie vereinbart bis September fertigstellen (Computerwoche.de berichtete). So ging Microsoft bei dem UPC-Deal leer aus.

Philips fährt indessen zweigleisig und hat Lizenzabkommen mit beiden Unternehmen abgeschlossen. So will der niederländische Elektronikkonzern mit Liberate eine TV-Settop-Box entwickeln, die das "Navigator"-System der Softwareschmiede mit seiner "Multimedia Home Platform" verbindet. Zum anderen will Philips zusätzlich Settop-Boxen mit TV-Software von Microsoft herausbringen. Die ersten Microsoft-Dekoder sollen 2001 auf den Markt kommen.