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Offene Taschen für Open-Source-Firmen

28.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dank erfolgreicher Vorbilder wie Red Hat sind Startups, deren Geschäftsmodell auf quelloffener Software basiert, in der Gunst der US-amerikanischen Venture-Capital-Branche deutlich gestiegen. Nach Schätzungen der Marktforscher von VentureOne konnten sich allein im vergangenen Jahr 20 Open-Source-Firmen zusammen 149 Millionen Dollar Risikokapital sichern. Die Newcomer strichen damit im Schnitt nicht so viel Geld ein wie in den Jahren 1999 und 2000, als insgesamt 714 Millionen Dollar unter 71 Startups verteilt worden waren. In der Zwischenzeit hat sich allerdings einiges im Open-Source-Bereich geändert. Zum einen schlug ein Großteil der damals geförderten Projekte fehl und führten zu Totalabschreibungen bei den VCs. Zum anderen ist quelloffene Software in vielen Unternehmen inzwischen voll akzeptiert und Companies wie Red Hat oder Novell Suse haben daraus ein profitables Geschäftsmodell entwickelt. Inzwischen warnen Insider jedoch bereits davor, alle Open-Source-Startups über einen Kamm zu scheren, wie es während der Dotcom-Ära geschehen sei.

Die Geschäftsmodelle der Newcomer sind vielfältig und haben mit denen von Red Hat und Novell Suse oft wenig gemein. SpikeSource zum Beispiel bietet quelloffene Software zusammen mit entsprechenden Services als eine Art Baukasten an. Das Open-Source-Startup SugarCRM wiederum versucht sein Glück mit Lösungen für das Customer-Relationship-Management (CRM), darunter auch eine Version auf Mietbasis. (mb)