Turbo für die Datenbank

OCZ stellt SQL-Beschleunigerkarte ZD-XL vor

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
OCZ präsentiert mit der neuen "ZD-XL SQL Accelerator" eine PCI-Express-basierende Flash-Einsteckkarte für SQL-Datenbanken an. Die ab sofort verfügbare Plugin-Lösung soll die Antwortzeiten bei Datenbankabfragen deutlich beschleunigen können.
Der ZD-XL SQL Accelerator von OCZ verpasst Datenbanken mit Microsofts SQL Server 2008 und 2012 den Turbo.
Der ZD-XL SQL Accelerator von OCZ verpasst Datenbanken mit Microsofts SQL Server 2008 und 2012 den Turbo.
Foto: OCZ

Die neue Caching-Lösung ZD-XL SQL Accelerator hat Hersteller OCZ speziell für die Beschleunigung von Datenbanken mit Microsofts SQL Server 2008 und 2012 ausgelegt. Die PCI-Express-Karte wird direkt im Datenbank-Server installiert. An Betriebssystemen unterstützt OCZ Microsofts Windows Server 2008 R2 und 2012. Mit der Plugin-Karte will der Hersteller Datenbank-Administratoren eine fertig vorkonfigurierte Solid-State-Drive-Lösung (SSD) bieten. Manuelle Einstellungen, um den SSD-Speicher für Datenbankabfragen zu optimieren, beispielsweise durch Flash-Volumen oder Caching, würden laut OCZ überflüssig.

Die ZD-XL soll automatisch sicherstellen, dass die richtigen und relevanten Daten - die sogenannten "Hot Data" - auf dem Flash-Speicher zur Verfügung stehen, wenn der SQL-Server diese benötigt. Die Einsteckkarte lässt sich dem Hersteller zufolge einfach in bestehende oder neue SQL-Server-Installationen integrieren. Dabei werden sowohl DAS-basierende (Direct Attached Storage) als auch SAN-Datenbankvolumen (Storage Area Networks) unterstützt. Über einen Implementierungs-Assistenten könnten sich Admins zudem mit Best Practices für die einfache Installation unterstützen lassen.

Damit möglichst schon vor Datenbankzugriffen die relevanten Datensätze im Flash-Speicher zur Verfügung stehen, führt die ZD-XL-Lösung sogenannte Aufwärm- und Analysemechanismen durch. Die Software der Beschleunigerkarte identifiziert sich wiederholende Zugriffsmuster und lädt wichtige Daten bereits im Vorfeld in den Cache.

Direct Pass Caching reduziert Zugriffszeiten

OCZ setzt beim Enterprise Caching auf den eigenen Ansatz "Direct Pass Caching", welcher nicht nur die anwendungsoptimierte Caching-Auswahl ermöglicht, sondern gleichzeitig auch die Datenzugriffszeiten zum SSD-Flash minimiert, erläutert Allon Cohen, Vice President Software and Solutions bei OCZ. Diese Technik basiert auf zwei Elementen, einem Datenpfad-Cache-Director sowie einer Daten-Analyse-Engine.

Der Datenpfad-Cache-Director besteht Cohen zufolge aus einem schlanken und effizienten Filter-Treiber, welcher die entsprechenden Datenanfragen schnell an die Flash-SSD leitet. Er soll in der Lage sein, statistisch optimierte Entscheidungen zu treffen, welche Daten in den Cache gelangen. Dazu werde eine Programmierschnittstelle (API) genutzt, um dem Cache-Engine-Analyse-Modul regelmäßig die neuesten Informationen bezüglich Datenbankzugriffsmustern zu senden. Dieses Cache-Engine-Analyse-Modul führe in der Folge laufend statistische Analysen durch, um so die SQL-Server-Caching-Strategien dynamisch zu optimieren. Außerdem teile die Cache-Analyse-Engine dem Datenpfad-Cache-Director diese dynamisch-optimierte Auswahlregeln mit. Auf diese Weise sei der Director in der Lage, konstant die richtige Wahl zu treffen, welche Daten in den Cache wandern, ohne selbst die aufwendigen Analysen des Datenpfads durchführen zu müssen, erklärt der OCZ-Manager.

Die Performance von OCZs ZD-XL SQL Accelerator könne nach Angaben des Herstellers mit hunderten von herkömmlichen Festplatten in einem SAN mithalten. Dadurch reduziere sich die TCO, weil die Kosten für Energie, Kühlung, Wartung und Installation sinken. Bei TPC-H-Queries soll sich die SQL-Performance durch die ZD-XL gegenüber RAID-0-Festplatten laut OCZ um das bis zu 25-fache erhöhen.

OCZ bietet den ZD-XL SQL Accelerator ab sofort mit 600 GB, 800 GB und 1,6 TB Flash-Speicher an. Die Karten kosten 7800, 9800 beziehungsweise 15.200 Dollar. Die Plugin-Karte ist über den autorisierten Vertriebskanal von OCZ erhältlich.