Trotz massiver Proteste

NSN will München weiterhin schließen

01.03.2012
Der Telekomausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) hält an der geplanten Schließung des wichtigsten deutschen Standorts München trotz der massiven Proteste fest.
NSN-Chef Rajeev Suri schließt nach erfolgreicher Sanierung einen Börsengang nicht aus.
NSN-Chef Rajeev Suri schließt nach erfolgreicher Sanierung einen Börsengang nicht aus.
Foto: NSN

"Wir sehen dazu keine Alternative: Wir planen, auch diesen Standort bis Ende des Jahres zu schließen", sagte NSN-Chef Rajeev Suri der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). "Deutschland, wo etwa acht Prozent unserer Belegschaft arbeiten, bleibt wichtig für NSN. Dass das Land vom Stellenabbau besonders stark betroffen ist, liegt daran, dass hier viele unrentable Bereiche angesiedelt sind, die nicht zum Kern der neuen Unternehmensstrategie gehören."

Ende Januar hatte NSN angekündigt, bundesweit 2900 von 9100 Stellen zu streichen und 30 von 35 Standorten zu schließen. München mit 3600 Beschäftigten ist davon am stärksten getroffen. Aber auch Niederlassungen in Augsburg, Nürnberg und vielen anderen Städten stehen vor dem Aus.

Suri bekräftigte erneut, dass nach Abschluss der Sanierung sogar ein Gang an die Börse möglich sei. "Wir wollen NSN so weit bringen, dass ein Börsengang zumindest eine realistische Option wäre. Das letzte Wort haben unsere Anteilseigner." (dpa/tc)