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Novell schreibt wieder schwarze Zahlen

24.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Novell hat im Ende Januar abgelaufenen ersten Geschäftsquartal 2003/04 erstmals wieder einen leichten Nettogewinn geschrieben. Das Softwarehaus aus Provo, Utah, erzielte einen Überschuss von zehn Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von zwölf Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen legten um drei Prozent auf 267 Millionen Dollar zu. Damit verfehlte der Anbieter von Netzwerksoftware die Durchschnittserwartung der Analysten um drei Millionen Dollar. Der Pro-forma-Profit entsprach dagegen mit drei Cent je Aktie dem Wall-Street-Konsens.

Die gute Leistung seines Unternehmens in einem anhaltend schwierigen Geschäftsumfeld stimme ihn zuversichtlich, kommentierte Novell-Chef Jack Messman die vorgelegten Zahlen. Zudem sei die Neuausrichtung Novells in neue Wachstumsbereiche, einschließlich Linux, im Berichtsquartal weit fortgeschritten. Gleichzeitig habe die Company die Übernahme von Suse abgeschlossen und die Reorganisation des Nordamerika-Geschäfts vorangetrieben.

Novell verbuchte im Berichtsquartal zwar weiterhin einen Einbruch im Lizenzgeschäft, Der Rückgang der Softwareerlöse fiel mit zehn Prozent auf 54,8 Millionen Dollar aber geringer als befürchtet aus. Die Service- und Wartungseinnahmen legten dagegen um 7 Prozent auf 212,3 Millionen Dollar zu.

Als Reaktion auf die rückläufigen Lizenzeinnahmen mit dem Netzbetriebssystem Netware war Novell im August 2003 mit der Übernahme des Linux-Desktop-Spezialisten Ximian auf den Open-Source-Zug aufgesprungen. Anfang November kündigte Novell zudem an, den Nürnberger Linux-Distributor Suse für 210 Millionen Dollar zu kaufen. Die Company will Netware jedoch nicht fallen lassen, sondern künftig zweigleisig fahren und den Kunden mit Linux-Lösungen die Migration erleichtern. (mb)