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Nortel muss sparen und entlässt erneut

07.02.2007
Der kanadische TK-Ausrüster Nortel Networks will 2900 Mitarbeiter entlassen und weitere 1000 Arbeitsplätze in billigere Regionen verlagern.

Damit sollen pro Jahr 400 Millionen Euro eingespart werden. Das Geschäftsmodell der Firma erfordere "eine signifikante Senkung der Gemein- und Verwaltungskosten", erklärte Nortel. 70 Prozent der Entlassungen und 40 Prozent der Versetzungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Die damit verbundenen Kosten schätzt das Unternehmen auf bis zu 390 Millionen Dollar, von denen drei Viertel in diesem Jahr verbucht werden sollen.

Nortel will außerdem seine Liegenschaften verringern und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf "wettbewerbsfähige" 15 Prozent vom Gesamtumsatz absenken.

Nortel hatte zuletzt im Juni die Streichung von 1900 Stellen angekündigt, wollte aber gleichzeitig 800 neue Stellen in Mexiko und der Türkei schaffen. Seinerzeit beschäftigten die Kanadier rund 35.000 Mitarbeiter (zu Spitzenzeiten waren es einmal 95.000 gewesen). Konzernchef Mike Zafirovski hatte im November Restrukturierungen angekündigt, mit denen er Nortel zurück in die Gewinnzone bringen will. Diese sehen eine Reduzierung der Kosten bis 2008 um 1,5 Milliarden Dollar vor; die aktuellen Entlassungen sind Teil davon.

Für sein viertes Quartal erwartet Nortel Einnahmen von 3,26 Milliarden Dollar, das wären 8,8 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahreszeit. Gestern hatte das Unternehmen überraschend das Ausscheiden von Finanzchef Peter Currie bekanntgegeben. (tc)