Norman Network Protection (NNP)

Norman verspricht Netzsicherheit out of the Box

05.02.2009
Von Katharina Friedmann 
Der norwegische Sicherheitsanbieter Norman Data Defense Systems bietet seinen Netz-Scanner "Norman Network Protection" (NNP) jetzt auch als pflegeleichte Appliance auf einem Standard-Server an.

Nach Angaben des Herstellers erfordert NNP als Appliance-Lösung keine Änderungen an bestehenden Netzkonfigurationen oder -komponenten und ist daher innerhalb von kürzester Zeit einsatzbereit. Der Netz-Scanner schützt Netzkomponenten, auf denen sich kein lokaler Virenschutz installieren lässt - etwa Produktionsumgebungen oder Datenbanksystemen wie Microsofts Sharepoint Server. Laut Norman scannt das Linux-basierende Sicherheitssystem sämtliche Protokolle, die Malware-infizierten Datenverkehr transportieren können - dazu zählen FTP, HTTP, SMTP, POP3, RPC, TFTP, IRC sowie CIFS/SMB. Für zusätzliche proaktive Kontrolle soll die SandBox-Technik der Norweger sorgen: In der simulierten Rechnerumgebung lässt sich auch unbekannte Malware identifizieren, deren Signatur noch nicht in der Datenbank hinterlegt ist, und von den Nutzersystemen fernhalten.

Geringe Latenz

Anders als Proxy-basierende Lösungen hält der Netz-Scanner bei der Überprüfung einer Datei nicht den gesamten Datenstrom zurück, sondern lediglich die für den Schadcode-Check erforderlichen Daten. Daher soll NNP den Datenverkehr in Unternehmensnetzen nahezu ohne Latenz auf Malware untersuchen.

Die NNP-Appliance lässt sich an der Grenze zum Internet einsetzen, aber auch zwischen einzelne Netzbereiche schalten, wo sie den Datenstrom in zwei Fließrichtungen auf Schadsoftware überprüft. Auf diese Weise soll sie auch Schädlinge erfassen können, die unter Umgehung zentraler Schutzlösungen - etwa über lokale Ports oder VPN-Tunnels - ins Firmennetz gelangt sind.