NSN

Nokia und Siemens behalten Netzwerksparte

13.07.2011
Nokia und Siemens geben den angepeilten Teilverkauf ihrer lange defizitiären Netzwerk-Zusammenarbeit vorerst auf.
Rajeev Suri, CEO Nokia Siemens Networks (NSN)
Rajeev Suri, CEO Nokia Siemens Networks (NSN)
Foto: Nokia Siemens Networks

Wie Nokia Siemens Networks (NSN) am Mittwoch in Espoo bei Helsinki mitteilte, wollen der finnische Handyhersteller und sein deutscher Partner jetzt weiter als Alleineigner "den Marktwert des Unternehmens steigern". Man habe den Einstieg von Finanzinvestoren "fertiggeprüft", hieß es weiter. Als Interessenten galten nach einem früheren Bericht des Wirtschaftsblattes "Wall Street Journal" unter Berufung auf Unternehmenskreise mehrere Private Equity Fonds in den USA. NSN-Konzernchef Rajeev Suri meinte zum ergebnislosen Ende der Verkaufsbemühungen: "Nokia und Siemens haben ihre Verpflichtungen erneuert und werden starke Stützen für NSN bleiben."

Das Unternehmen mit jeweils gleichgroßen Anteilen für Siemens und Nokia beschäftigt mehr als 60.000 Mitarbeiter in 150 Ländern. Es hatte nach dem Start 2007 mit hohen Verlusten zu kämpfen, seit Ende vergangenen Jahres aber kräftiges Wachstum beim Umsatz und eine positive Entwicklung beim Betriebsergebnis verzeichnet. 2010 fuhr NSN einen operativen Verlust von 686 Millionen Euro ein, 2009 waren es noch 1,6 Milliarden Euro. (dpa/tc)

Newsletter 'Mobile & Apps' bestellen!