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Nokia kündigt RFID-Außendienstlösung an

20.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit seiner "Field Force Solution" stößt der finnische Mobilfunkkonzern Nokia in neue Märkte vor. Die Lösung besteht aus dem J2EE-basierenden (Java 2 Enterprise Edition) "Nokia Local Interactions Server", Client-Software für die Handys "5140" mit "Mobile RFID Kit" oder "3220" mit "NFC Shell" (Near Field Communications) sowie RFID-Tags.

Sie zielt nach Angaben des Herstellers auf vertikale Märkte wie Security, Services, Versorgungsunternehmen, Gesundheitwesen und Öffentliche Hand und soll die Effizienz von Außendienstmitarbeitern bei Tätigkeiten wie Reparaturen, Wartung, Asset Management, Ablesung von Zählern und Arbeitsberichten erhöhen.

Sie bietet dazu ein bidirektionale Interaktion zwischen der Client-Software, dem Local Interactions Server und vorhandenen Backoffice-Systemen eines Unternehmens (Arbeitsplanung, Aufgabenverwaltung, Informationsdatenbanken etc.). Dabei können Außendienstler einerseits Daten über ihren Aufenthaltsort, ihre Arbeitszeit oder den Aufgabenstatus an die Firma schicken und andererseits Service-Anweisungen oder Arbeitsaufträge unterwegs entgegennehmen.

Die Übertragung der Informationen wird laut Nokia einfach dadurch angestoßen, dass man auf Objekten (Anschlagtafeln, Zählern oder anderer Ausrüstung) angebrachte RFID-Tags mit dem entsprechend ausgerüsteten Mobiltelefon berührt. Die Daten werden dann in Echtzeit per SMS oder GPRS übertragen.

Als erster Referenzkunde setzt Falck Security, eine Tochter von Group 4 Securicor, die Lösung nach erfolgreichem Pilotversuch inzwischen produktiv ein. "Wir konnten damit die Kommunikation zu und von unseren Wächtern auf der Straße signifikant verbessern und können unseren Kunden eine größere Sichtbarkeit unserer Service-Leistung bieten", erklärte Guarding Director Clas Nyström. "Früher mussten unsere Wachmänner immer zwei Geräte mit sich führen, jetzt brauchen sie für die Datenerfassung und Übertragung in Echtzeit nur noch ihr Nokia 5140 mit RFID-Leser." (tc)