Nokia bereitet Netbook-Produktion vor

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der finnische Handy-Riese verhandelt mit taiwanischen Auftragsfertigern.

Die Anzeichen verdichten sich, dass Nokia schon bald neben Mobiltelefonen auch Netbooks anbieten wird. So hatte es bereits früher geheißen, dass die Finnen dem Auftragsfertiger Foxconn die Produktion der geplanten Mini-PCs teilweise oder komplett übertragen wollen. Nun berichtete außerdem die chinesische Wirtschaftszeitung "Economic Daily News" (EDN) von Gesprächen Nokias mit dem Hersteller Elitegroup Computer Systems (ECS). Insidern zufolge könnte ein Fertigungsauftrag für das Nokia-Netbook schon im Juni besiegelt werden.

Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo hatte Ende Februar in einem TV-Interview erklärt, dass sein Unternehmen das Netbook-Segment "sehr aktiv" ins Auge fassen wolle. "Wir müssen nicht fünf Jahre in die Zukunft blicken, um zu wissen, dass Mobiltelefone und PCs zusammenwachsen werden", so Kallasvuo damals.

Das erforderliche Know-how für den Einstieg ins Netbook-Business dürfte Nokia bereits aufweisen. Neben Handys und Smartphones hat der finnische Hersteller seit Jahren Internet-Tablets auf Basis der hauseigenen Linux-Distribution Maemo im Programm. Das aktuelle Produkt "N810" (Foto) verfügt neben einem Touchscreen über eine vollständige Tastatur. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Finnen auf dem Nokia Developer Summit Ende April Details ihrer Netbook-Strategie vorstellen werden. Mit ersten Geräten wäre entsprechend zum Jahresende zu rechen. (mb)