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Niederlande testet mobiles Bezahlsystem

13.06.2006
In Kürze können Kunden der Kreditkartenorganisation JCB International auch ihr mit der Funktechnik Near Field Communication (NFC) ausgestattetes Handy als Zahlungsmittel benutzen.

Das Pilotprojekt soll später im Jahr in Amsterdam stattfinden. Die hundert Teilnehmer sind dabei in der Lage, Waren wie Lebensmittel, Kino-Tickets oder Parkscheine schnell und bargeldlos einzukaufen, indem sie ihr Handy an einem Terminal vorbeiführen. Ähnlich wie bei dem Handy-Bezahlsystem für das Busnetz in Hanau wird zunächst allerdings nur ein spezielles Modell von Nokia unterstützt. Die Bezahlung übernimmt ein NFC-Chip von Philips, der in der Rückwand des Mobiltelefon integriert ist.

Wie JCB-Manager Michel van Bommel erläutert, soll das Projekt Kunden unter anderem dazu animieren, ihre Kreditkarten auch für kleine Einkäufe zu nutzen. Für eine möglichst schnelle Abwicklung würden die Transaktionen im Terminal dabei zunächst nur gespeichert und erst später zur Bearbeitung verschickt - laut van Bommel ein wichtiger Unterschied zu andern NFC-Tests, wo Kunden auf die Abwicklung der Bezahlung via NFC-Handy warten müssten. Hauptvorteil der NFC-Lösung ist es laut JCB International jedoch, dass Nutzer neben ihrem Handy keine Kreditkarte mehr mit sich führen müssten.

In der Anfangsphase des Versuchs sollen nur Händler in einem kleinen Bereich von Amsterdam mit mobilen Terminals ausgestattet werden. Die Förderer des Projekts, dazu zählen auch Gemplus International, PaySquare, Vivotech und CCV Holland, hoffen jedoch, die Anzahl der teilnehmenden Kunden und Händler im Laufe der Zeit auszudehnen. (mb)