Frischzellenkur für das Google-Handy

Nexus S erhält Update auf Android 4.0

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Google hat damit begonnen, das Software-Update "Ice Cream Sandwich" aka Android 4.0 für das Nexus S auszurollen. Dank der zahlreichen Veränderungen erhalten Nutzer damit fast ein neues Handy.
Das Update auf Android 4.0 bringt neuen Glanz für das Nexus S
Das Update auf Android 4.0 bringt neuen Glanz für das Nexus S

Das Nexus S ist damit nach dem Galaxy Nexus das zweite Smartphone, das die neueste Android-Version erhält. Der Quellcode wurde zwar inzwischen freigegeben, die Portierung weiterer Geräte kann aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Insbesondere bei älteren Devices mit Hardwaretasten ist es fraglich, ob sie offiziell überhaupt in den Genuss der neuen Software kommen. Entwickler, etwa "Xda Developers", arbeiten jedoch daran, das Betriebssystem-Update für verschiedenste Smartphones und Tablets anzupassen.

Ice Cream Sandwich führt die verschiedenen Versionen für Android-Smartphones und -Tablets wieder zusammen und bietet auch sonst eine Reihe von Verbesserungen. Dazu zählt eine neue Oberfläche sowie ein überarbeiteter Browser, der unter anderem bis zu 16 geöffnete Fenster und Offline-Lesen unterstützt. Außerdem wurde die Kamera-Anwendung stark erweitert und erlaubt nun auch eine Nachbearbeitung der Bilder. Hervorzuheben ist auch die bessere Übersicht in den Einstellungen, so bekommt man etwa detailliert angezeigt, welche Anwendungen besonders viel Akku-Leistung verbrauchen oder besonders datenintensiv sind.

Mit der gleichzeitigen Betätigung von Power- und Lautstärke-senken-Taste lassen sich nun auch nativ Screenshots anfertigen. Mit "Android Beam" gibt nun auch die Möglichkeit, Daten schnell und einfach zwischen zwei NFC-Geräten zu übertragen. Neu für Smartphone-Nutzer ist auch die Möglichkeit, sämtliche Daten auf dem Gerät zu verschlüsseln. Die beim Galaxy Nexus vorhandene, aber stark kritisierte Gesichtserkennung wurde indes weggelassen.

Wie Google bekannt gab, sollen alle Geräte innerhalb eines Monats die neue Software über die Luftschnittstelle aufgespielt bekommen. Wer nicht warten will, kann sich das Datenpaket (Download-Link) auch selbst auf sein Nexus S ziehen und das Gerät manuell updaten - wurde in der Redaktion getestet und funktioniert. Eine Beschreibung findet sich unter anderem hier.