New Economy braucht neue Gehaltsmodelle

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Der Neue Markt befindet sich im freien Fall. Die Träume von vielen Mitarbeitern, sich in einigen Jahren als Börsen-Millionär zur Ruhe zu setzen, zerplatzen gerade.

Angesichts sinkender Aktienkurse müssen Internet-Startups und Neue-Markt-Firmen ihre Gehaltspolitik überdenken. Viele Firmen boten bisher ihren Mitarbeiter Optionen an mit der Aussicht, dass die Papiere im Wert kräftig steigen werden, wie es bei einigen Firmen zeitweise auch der Fall war. Die Vergütungsberater von Hewitt Associates aus Wiesbaden gehen davon aus, dass die Unternehmen entweder ein höheres Festgehalt und weniger Aktienoptionen anbieten werden oder die Konditionen künftiger Optionen ändern. Nach Hewitts Erkenntnissen sind vor allem die US-Firmen dabei, die Konditionen neu auszuhandeln. Diese Bereitschaft erklären die Vergütungsberater mit der angespannten Personalsituation. Hewitt rechnet damit, dass die New Economy ihre Praxis der geringen Basisgehälter und hoher variabler Gehaltsanteile in Form von Optionen nicht mehr lange praktizieren kann. Der Online-Buchhändler Barnes&Nobles etwa hat

seine Optionen neu bewertet und den Ausübungspreis heruntergesetzt. Weiterhin seien laut Hewitt einige Firmen dabei, die variablen Vergütungsanteile nicht mehr am Aktienkurs festzumachen, sondern an langfristigen internen Kennzahlen wie dem Beitrag zur Wertsteigerung oder dem Umsatzzuwachs.