Wenn markige Sprüche den Job kosten

Neulich in ... Facebook

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Ein gutes Vorstellungsgespräch allein genügt nicht, um den begehrten Job zu bekommen. Diese Erfahrung machte ein Junginformatiker aus Baden-Württemberg.
Achtung, der Chef liest mit: Daran sollten Mitarbeiter und Bewerber denken, wenn sie auf Facebook unterwegs sind.
Achtung, der Chef liest mit: Daran sollten Mitarbeiter und Bewerber denken, wenn sie auf Facebook unterwegs sind.
Foto: Phototom/Fotolia.com

Klaus ist ein Glückskind. Er hat sein Informatikdiplom in der Tasche und musste nur zwei Bewerbungen schreiben, bis er seinen Traumjob bekommen hat. Das Vorstellungsgespräch hätte aus seiner Sicht nicht besser laufen können: Er trat selbstbewusst auf und kam im Lauf des Gesprächs immer besser in Fahrt, so dass er sich schließlich seinem Gegenüber überlegen fühlte. Als es um sein Einstiegsgehalt ging, hat er gut verhandelt und seine Zielmarke, die er sich gesteckt hatte, auch erreicht.

Drei Wochen später hat Klaus den Arbeitsvertrag unterschrieben und freut sich auf seinen ersten Arbeitstag in einem schwäbischen Softwarehaus. Doch dann wird er am Empfang des Unternehmens gebeten, in der Personalabteilung vorstellig zu werden. Wortkarg überreicht ihm der Personaler seine Unterlagen und erklärt ihm, dass er den neuen Job nicht antreten könne.

Was war passiert? Klaus hatte gleich nach dem erfolgreich beendeten Vorstellungsgespräch in Facebook das Auftreten seines künftigen Chefs ausführlich kommentiert, mit ironischem Unterton. Zwar schrieb der frisch gebackene Informatiker nicht unter seinem Namen, aber seine Identität war dennoch erkennbar. Und dann hatte er auch noch mit seinem Geschick beim Gehaltspoker geprahlt. Dass auch Personaler und Chefs in Facebook und Co. unterwegs sind und Bewerber beobachten, hatte Klaus nicht einkalkuliert.

Diese und ähnliche Anekdoten aus der (IT-)Arbeitswelt präsentieren wir in unserer Online- und Print-Kolumne "Neulich in . . ." . Uns interessieren kuriose, aufschlussreiche und amüsante Begebenheiten aus der internationalen und nationalen Geschäftswelt. Wenn Sie entsprechende Anekdoten auf Lager haben, dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!

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