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Neuer Speicherstandard: Erste "Bluefin"-Spezifikationen in Sicht

12.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Storage Networking Industry Association (SNIA) entwickelt einen neuen Software-Standard, der die Handhabung heterogener Speicherlösungen in Storage Area Networks (SANs) vereinfachen soll (Computerwoche online berichtete). Die ersten Spezifikationsentwürfe des so genannten "Bluefin"-Standards stammen unter anderen von IBM, EMC, Hewlett-Packard und Dell. Bluefin, mittlerweile in "Storage Management Interface Specifications" (SMIS) umgetauft, setzt sich aus einer Reihe von Application Programming Interfaces (APIs) zusammen, die den Aufwand bei der Verwaltung unterschiedlicher SAN-Produkte deutlich reduzieren sollen.

Angesichts bislang vorwiegend proprietärer Lösungen halten Experten eine dahingehende Standardisierung für dringend notwendig. "Wer heutzutage zehn verschiedene Speicherprodukte kauft, sieht sich auch mit zehn unterschiedlichen Management-Schnittstellen konfrontiert", erklärt Arnold Jones, Technik-Chef der SNIA. Eine Vorabversion der SMIS-Spezifikation will die Handelsgruppe im Oktober auf der Storage Networking World Conference in Orlando, Florida, präsentieren. Laut Jones werden dort auch einige Hersteller von Speicher-Management-Software wie Veritas Software und Sun Microsystems bereits erste SMIS-kompatible Produkte zur Schau stellen.

SMIS umfasst Technologien wie das objektorientierte Common Information Model (CIM) sowie das XML-basierte Web Based Enterprise Management (WBEM), die Identifikation, Monitoring sowie Management von Speichersystemen ermöglichen sollen. Nach Angaben von Jones soll die SMIS-Spezifikation innerhalb der nächsten sechs bis neun Monate dem American National Standards Institute vorliegen. (kf)